15.07.19

Theresienchor Schönenberg produziert neue CD

Am Ende waren alle erschöpft, aber glücklich. „Es war anstrengend, aber sehr schön und eine tolle Erfahrung“, hieß es von Seiten der Schülerinnen. Vier Tage lang, von Freitag, den 12. bis Montag, den 15. Juli 2019, herrschte Ausnahmezustand am St.-Theresien-Gymnasium. Der Grund: Die Aufnahme einer neuen CD des Theresienchors Schönenberg.

Dazu verwandelte sich die Kirche Maria, Hilfe der Christen für ein paar Tage in eine Art Tonstudio. Das Allerheiligste wurde dafür in die Hauskapelle übertragen. In der wunderbar klingenden Kirche wurden fünfzehn alte und neue geistliche Werke aus dem Repertoire der letzten Jahre in verschiedenen Besetzungen für Chor, Solo, Orgel oder Klavier aufgezeichnet, darunter bekannte Stücke wie das „Panis angelicus“ von César Franck, Mozarts „Ave verum“ und „Hebe deine Augen auf“ von Mendelssohn Bartholdy. Daneben sang der Chor aber auch ein inniges, neueres „Adoro te devote“ von Vinzenz Goller, drei zauberhafte Werke von John Rutter ("Schau auf die Welt") sowie ein traumhaftes „Ave Maria“ von unserem Musiklehrer Peter Wessel für Solo-Sopran, Violine, Chor und Orgel. Die Aufnahme des letzten Stücks erwies sich noch als eine Zitterpartie. Die Solistin, Absolventin des diesjährigen Abiturjahrgangs, war für die Aufnahme eigens nach Schönenberg zurückgekehrt. Kaum angekommen, musste sie sich krank ins Bett legen. Zum Glück war sie am Montag wieder fit und konnte ihren runden Sopran voll erklingen lassen.

Die zweiundvierzig Mädchen des achten bis zwölften Jahrgangs mussten schon an ihre Grenzen gehen, um den Anspruch an Geistigkeit und Reinheit, Differenziertheit und Schönklang zu erfüllen, den Chorleiter Johannes Laas und Tonmeister Gunni Mahling ihnen abverlangten. Und immer wieder hieß es per Leitung aus dem Tonstudio, das vor der Kirche parkte: „Das war schon sehr gut, aber ihr könnt es noch besser! Bitte noch einmal …“ Was die Mädchen in diesen Tagen an musikalischer Begeisterung und Qualität aus sich herausgeholt hätten, sei erstaunlich gewesen, so der Chorleiter. Und nicht ein böses Wort, nicht einen Durchhänger hätte es gegeben. Vielmehr war allen die Freude an der Musik anzusehen – und die Vorfreude auf das Ergebnis spürbar gewesen.

Parallel zu den Choraufnahmen veranstalteten die Lehrerinnen und Lehrer mit den Klassen 5 bis 7 am Freitag, Samstag und Montag Projekttage. Dort wurde eifrig das mittelalterliche Leben erkundet, kalligraphiert, Mosaike nach antiken Vorbildern gelegt, mit Laubsägen gearbeitet oder nach Rezept gebacken. Die Ergebnisse werden am vorletzten Schultag der Schulgemeinschaft vorgestellt. Am Mittwoch gibt es dann die Zeugnisse. 

Die neue CD unter dem Titel "Die Himmel rühmen" (Arbeitstitel) wird voraussichtlich im Oktober zum Preis von 11,90 € im Sarto-Verlag erscheinen. Vorbestellungen können beim Sarto-Verlag oder hier aufgegeben werden.