14.09.20

Mutter Maria Johanna Heggenberger begrüßte am Fest des Unbefleckten Herzens Mariens (22.8.) die Schülerinnen mit ihren Eltern zum neuen Schuljahr. Es war ihre erste öffentliche Amtshandlung, da sie Anfang August von Sr. Maria Michaela Metz die Gesamtleitung der Schule übernommen hat. Sie konnte 22 Kinder neu willkommen heißen und das Schuljahr mit 106 Schülerinnen und 14 Schwestern beginnen (vier von ihnen sind in Bröleck im Kindergarten und in der Schule eingesetzt). – Wir geben hier ihre Eröffnungsansprache gekürzt wieder:

„Ich begrüße Sie alle zur Eröffnungsfeier des neuen Schuljahres! Heute möchte ich mich ganz besonders an Euch wenden, liebe Schülerinnen, und auch an Eure Eltern. Was hat Euch dazu bewogen, oft große Distanzen für diese Internatsschule in Kauf zu nehmen? War es eine gute Freundin, die schon hier zur Schule geht und Euch hierhergelockt hat? Oder war es die Aussicht, eine gute Bildung zu bekommen, im Chor singen zu dürfen, ein Instrument zu erlernen und in Herrn Wessels Orchester mitspielen zu können?

Vielleicht war es ja ein bisschen von all dem. Würde ich nun aber Eure Eltern fragen, so glaube ich, die Antwort zu kennen: „Ihr seid vor allem heute hier, liebe Kinder, weil Ihr dem lieben Gott den ersten Platz in Eurem Leben geben wollt, so wie Eure Eltern auch! Und das Schöne ist: Indem Ihr dem lieben Gott den ersten Platz gebt, habt Ihr auch Anteil an allem anderen Kostbaren: Freude am Schönen im Leben, tiefe Freundschaften, eine feine Kultur und noch so vieles andere.

Natürlich werdet Ihr ab und zu Heimweh haben. Auch die vertraute Umgebung, der Komfort, den man zu Hause hat, wird Euch fehlen. Im Internat heißt es ja Rücksicht nehmen, weil die Gemeinschaft zuerst kommt. Doch Ihr werdet auch entdecken, dass das Gemeinschaftsleben nicht nur eine Last ist. Ihr werdet vor allem auch die Freude an der Gemeinschaft erleben: Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Mitleiden, das Gebet der anderen für Eure Anliegen und Sorgen, ältere Schülerinnen, die Euch einführen und auch mal ein wenig ‚bemuttern‘. Und endlich ein Lehrer- und Erzieherteam, das ganz für Euch da ist.

Fragt die Schülerinnen, die schon lange hier sind! Fragt die fünf Schülerinnen der 11. Klasse, die schon am Dienstag angereist sind, um mehrere Zimmer zu streichen, einfach, um ihre Schule zu verschönern und mitzuhelfen. Sie sind mit einem freudigen Herzen gekommen, um zu geben, und haben so unwissentlich unser diesjähriges Schulmotto eingeleitet, das aus der Apostelgeschichte ist (20, 35): ‚Geben ist seliger als Nehmen‘. – Dieses Motto will ich Euch, liebe Kinder, heute besonders ans Herz legen, denn die Freude am Geben ist ein Geschenk des lieben Gottes. So heiße ich Euch von ganzem Herzen willkommen hier am St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg!“