Die Gildenstunde
Einmal wöchentlich trifft sich jede Gilde um gemeinsam zu singen, zu beten, verschiedene Pfadfindertechniken zu erlernen und Abenteuer zu erleben.
Von Zeit zu Zeit finden Trupptreffen statt, bei denen sich alle Gilden im spielerischen Wettkampf messen um ihr gelerntes Können zu erproben. Hier ein Beispiel einer Gildenstunde:
Auszug aus der Chronik der Gilde Tiger:
Gildenstunde, am Samstag, den 12.3.2005
Diese Gildenstunde fing mit dem theoretischen Erlernen von Orientierung im Aufenthaltsraum 7/8 an. Da dachte noch keiner daran, wie sich das entwickeln würde. Na ja, wir hörten uns das „Kompasszeugs“ an und danach meinte Anna-Katharina (Gildenführerin), dass wir jetzt spazieren gehen würden. Keine besonders große Begeisterung. Wir zogen uns feste Schuhe an und gingen los. Amicella, den Hund, nahmen wir mit. Es nieselte, aber das machte uns nicht viel aus. Wir bogen in einen Feldweg ein, der in einer matschigen Kuhwiese endete, was auch gleich an unseren Schuhen sichtbar wurde.
Dann gelangten wir in einen Wald, der ebenso verschlammt wie glitschig war.
Der Regen wurde stärker, das störte unseren mittlerweile entwickelten Optimismus jedoch nicht im Geringsten. Wir „gingen“ einen Berg hinunter und sahen unter uns die Bröl (Fluss), was uns dazu animierte die letzten Meter zu rutschen. An der Stelle, an der wir landeten gabelt sich der Fluss. Dort fanden wir einen Staudamm, der so groß und dick war, dass wir ihn überqueren konnten. Allerdings sackten wir ein beträchtliches Stück ein (bis zu den Oberschenkeln).
Ein weiteres Problem war es, Amicella über den Fluss zu bringen, das war mit erheblichen Strapazen verbunden, da sie sehr wasserscheu war. Die andere Flussgabelung zu überqueren war nicht ganz so einfach, wir fanden nämlich keine geeignete Stelle. Auf der Suche danach fiel Dominique zu allem Überfluss auch noch ins Wasser. Magdalena schrie nur und Theresia, die Dominique rausangeln wollte, fiel selber hinein, glücklicherweise nur mit dem Bein. Uns einen eigenen Staudamm zu bauen gelang natürlich nicht, wir wurden nur noch dreckiger.
Dann machten wir uns auf den Rückweg. Zu spät, nass und dreckig kamen wir an. Aber es hat doch Spaß gemacht und wir werden dieses Erlebnis sicher nicht vergessen!
Gut Pfad, Theresia Lipowski
