Das St.-Theresien-Gymnasium, Schönenberg

Schon einmal versucht, einen Ofen zu bauen?

Wochenendlager 2008 der Runde Hl. Martha im Oktober

Unser Lager fand Anfang Oktober im schwäbischen Krünbach bei Bad Schussenried in der Nähe von Biberach statt. Die Gegend um Krünbach ist durchzogen von einem großen Moorgebiet…und natürlich lockte uns das Moor auch zu einer Wanderung unter Sternen bedecktem Herbsthimmel…

Unter den verschiedenen Ideen für das Programm dieses Lagers stand das Backofenbauen an erster Stelle. Doch standen noch einige Fragen offen: Woher bekommen wir das nötige Material, wie zum Beispiel die Steine? Werden wir auch ein Ofenrohr auftreiben können? Und darf man an dem Platz, wo wir das Loch buddeln wollten, überhaupt ein Feuer machen? Bekannterweise brennt Torf (Moorerde) besonders gut und könnte zu unterirdischen Bränden führen. Und dafür wollten wir als Pfadfinder am allerwenigsten verantwortlich sein!

Leider waren wir an diesem Wochenende nur in Minimalbesetzung anwesend, das heißt,  wir waren zu dritt.

Die Zwillinge kamen gegen Abend mit einem Auto voller Steine an. Und zum Glück hatten sie auch ein Ofenrohr mitgebracht. Damit stand also unsere Hauptbeschäftigung für dieses Lager fest!

 Zuerst machten wir noch einen Spaziergang mit ein paar Taschenlampen durch die manchmal etwas unheimliche Heide.

Am nächsten Morgen gingen wir als erstes hinaus und überlegten, wo wir das Loch für den Pizza-Ofen ausheben sollten. Hinter der Garage war ein ziemlich großes Erdloch, das uns geeignet schien. Mit dem Spaten gaben wir dem Loch noch den letzten Schliff und die passende Form. An einer Stelle musste die Erde höher sein, damit man dort das Ofenrohr hinstellen konnte ohne dass es gleich schwarz vom Feuer würde.

Daraufhin legten wir für die vier Wände unseres Ofens Steine übereinander. Eine fehlende Platte buddelten wir noch im Garten aus und dann war der Ofen fertig.

Und nun zur Pizza... Christiane und ich kneteten den Teig, während Sarah ein Feuer machte. Die erste fertig gebackene Pizza hatte noch einen verbrannten Boden. Ein Meister fällt eben nicht von Himmel. Pizza Nummer zwei wurde schon besser. Nach Pizza Nummer fünf kam uns die Backzeit etwas lang vor. Schließlich wollten wir Pizzen für die ganze Familie Scheffold(unsere Gastgeber) backen, also 11 Personen. Deshalb  schmissen wir kurzerhand doch noch den Backofen der Familie Scheffold an und so wurde parallel gebacken.

Nach dem Essen fuhren wir mit dem Fahrrad nach Otterswang, um den Erntedankteppich zu betrachten. Dieser Teppich (siehe Bild), ähnlich wie ein Blumenteppich, war unter anderem aus Samenkörnern, Getreide, und Gewürzen gelegt worden. Eine freundliche Frau erklärte uns genau, welche Teppichfarbe aus welchem Gewürz bestand. Auf Nachfragen, ob die Eier, die das Bild einrahmten, frisch seien, erzählte sie uns nach Bejahen der Frage, dass alle Eier nach Abräumen des Bildes noch zum Spätzlemachen verwendet werden. Typisch Schwaben!

Außerdem zeigte uns Sarah noch wie man spleißt und wir besuchten die wunderschöne Ortskirche von Steinhausen.

Übrigens: Spleißen ist die elegante Art zwei Seile stabil mit einander zu verbinden, beziehungsweise ein Seil so zu beenden, dass es sich nicht mehr aufdröseln kann.

Auf der Rückfahrt gingen wir noch in die St. Magnus Kirche in Schussenried und nahmen an einer Führung über das prächtige, uralte Chorgestühl teil. Unterwegs hielten wir noch kurz bei der Erlebnisbrauerei Ott und schauten uns alte Pracht-Kutschen an.

Am Sonntagmorgen fuhren wir zunächst zur Frühmesse, danach nach Langsenslingen zu Christiane zu einer Besprechung.  Gegen Nachmittag ging auch dieses Raidertreffen zu Ende. In diesem Lager haben wir unglaublich viel gelernt und es hat wie immer Spaß gemacht.

Gut Pfad! Blandine Scheffold (Raiderinnenrunde Heilige Martha)

Bitte helfen Sie uns in diesen schwierigen Zeiten
den Bestand unserer Schule zu sichern - mit einer Patenschaft!

Infos finden Sie hier.

Keine Artikel in dieser Ansicht.