Das St.-Theresien-Gymnasium, Schönenberg

Wenn die Pfadfinderin den Trupp verlässt, hat sie ein Alter und die Reife erlangt, um ihr Leben nun in eigener Verantwortung in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Es beginnt die Zeit der Suche nach dem Willen Gottes, der eigenen Berufung und des bewussten Dienstes am Nächsten.

Der Wahlspruch der Pfadfinderstufe “allzeit bereit” wird erweitert und präzisiert zum Wahlspruch der Rangerstufe “Ich diene”.

In besonderer Weise ist jetzt “Maria von der Heimsuchung” das geistliche Vorbild, denn sie war mit Christus unter ihrem Herzen dienend unterwegs zu den Menschen. Zugleich ist der hl. Jakobus Patron der Stufe, da er über viele Jahrhunderte der besondere Wegbegleiter unzähliger Europäer auf ihrer Lebenspilgerschaft wurde.

Man unterscheidet in der Rangerstufe zwei Abschnitte.
I.      Die Raiderinnenzeit
II.      Die Rangerzeit
 
I. Die Raiderinnenzeit:
 
Sie dauert etwa zwei Jahre. Sie spielt sich in der Raiderinnenrunde ab, die höchstens acht 16- bis 19- jährige Mädchen umfasst. Die Runde trifft sich ungefähr einmal im Monat. Sie  erarbeitet sich das Jahresprogramm selbst und bestimmt Schwerpunkte und Unternehmungen. Ihr Leben spielt sich überwiegend in der Natur und unterwegs ab, um die sie umgebende Welt in Erfahrung zu bringen und an den Nöten der Menschen Anteil zu nehmen.
 
Die Raiderinnenzeit prägen drei Schwerpunkte:
 

  1. Vertiefung des persönlichen religiösen Lebens:
    Durch die täglichen Gebete, den öfteren Besuch der Hl. Messe, das Rosenkranzgebet, die regelmäßige Beichte und die Schriftlesung etc.

  2. Selbsterziehung und Weiterbildung der Raiderin:
    Sie erarbeitet die Kenntnisse und Fähigkeiten des roten Fadens (Bausteine). Sie besucht einen Erste-Hilfe-Kurs.
    Sie macht ihr Meisterwerk und stellt es in dem Rundenbrief vor.
    Sie nimmt an zwei großen Wanderlagern zur Zufriedenheit der Runde Teil, da sie nur hier den Geist des Pfades erleben kann.
    Am Ende ihrer Raiderzeit hält die Raiderin unter Anleitung von RM und Kurat einen persönlichen Einkehrtag als Vorbereitung zur Rangerverpflichtung.

  3.  Suche nach dem persönlichen Dienst: Die Raiderin informiert sich mit der Runde über die verschiedenen Möglichkeiten von Diensten (entweder ein Dienst im Stamm, z.B. Truppmeisterin, oder ein anderer sozialer Dienst), wählt schließlich für sich einen aus und bereitet sich darauf vor.

 
Als Abschluss der Raiderinnenzeit legt die Raiderin die Rangerverpflichtung ab. Dabei erhält sie das Jakobuskreuz, als Zeichen der Befähigung zu ausdauerndem Einsatz, falls sie diesen durch ihr Meisterwerk bewiesen hat.
Jetzt ist sie Ranger und kann ihren Dienst übernehmen.
 
II. Die Rangerzeit
 
Sie umfasst keinen festen Zeitraum, dauert jedoch mindestens drei Jahre, bevor der Rangeraufbruch gemacht werden kann. Die Aufgabe der Rangerin ist nun der Dienst, den sie sich in der Raiderinnenzeit gewählt hat. Daneben macht sie den grossen Hajk und bereitet sich auf den Rangeraufbruch vor. Dabei stehen der geistliche Begleiter, die Rundenmeisterin und die Patin, welche sich jeder selbst aussuchen kann, helfend zur Seite. Die letzten und tiefsten Vorbereitungen auf den Rangeraufbruch trifft sie während eines persönlichen Einkehrwochenendes.
Mit dem Rangeraufbruch erneuert die Rangerin ihr Pfadfinderinnenversprechen und erkennt den gewählten Dienst als Teil ihrer Berufung an. Nun erhält sie die silbernen Metallbuchstaben RS.

Bitte helfen Sie uns in diesen schwierigen Zeiten
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