Für die 8. und 9. Klasse bieten wir eine Arbeitsgruppe an, in der in die gängigen Programme von Microsoft Office eingeführt wird. Im Vordergrund stehen die Benutzung und das Kennenlernen von MS Word, aber auch die Module Excel und PowerPoint werden den Mädchen nähergebracht, da diese im zukünftigen Berufsleben vorzugsweise zu finden sind. Im Rahmen der AG lernen die Schülerinnen darüber hinaus, wie sie zum Beispiel ihre Praktikumsmappe gestalten oder Bewerbungsschreiben aufsetzen, die sie – wie später auch eine Facharbeit anstelle einer Klausur in der Oberstufe – mit dem Computer erstellen müssen. 

Neben dem zielorientierten Umgang mit dem Computer lernen die Schülerinnen heute unverzichtbare Grundsätze der Internet- und Datensicherheit kennen.

Zum Umgang mit Bildschirmmedien und Internet

Filme und Nachrichtensendungen können helfen, sich im aktuellen Zeitgeschehen zurechtzufinden, sich zu informieren und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Manche Filmklassiker sind selbst schon Kulturgut und sollten im Rahmen der Allgemeinbildung den Schülerinnen bekannt gemacht werden. 

Aus der Flut der heutigen Medienangebote wählen wir für unsere Schülerinnen entsprechend dem Alter und der Reife aus. Bei den Älteren werden gelegentlich auch solche ausgewählt und gezeigt, bei denen noch Diskussionsbedarf besteht. In Pausen während der Vorführung kann in gemeinsamen Analysen das kritische Urteilsvermögen gestärkt werden. Ziel ist es, zu selbstständigem Denken zu erziehen und die Fähigkeit zu vermitteln, Inhalte auf der Basis dessen, was objektiv wahr, gut und schön ist, zu beurteilen. 

Der verantwortungsbewusste Umgang mit den neuen Medien, insbesondere mit dem Internet, ist für Eltern, Erzieher und auch für die Schülerinnen selbst eine Herausforderung. Zunächst fällt es in die ureigene Verantwortung der Eltern, zu einer sinnvollen Nutzung anzuleiten, die die Kinder vor Schaden bewahrt. Jedes Medienkonzept von Schule und Internat greift nur insoweit, wie es von den Eltern mitgetragen und als eine Unterstützung ihrer Elternaufgabe verstanden wird. Es ist uns ein Anliegen, in diesem Bereich mit den Eltern Hand in Hand zusammenzuarbeiten zum Wohle ihrer Kinder, denn der Gefahren sind viele. 

Die Bilderflut überfordert schnell das Fassungsvermögen eines Kindes, was sich erwiesenermaßen negativ auf die schulischen Leistungen auswirkt. Die Konzentrationsfähigkeit wird bei ständiger Reizüberflutung in Mitleidenschaft gezogen. Die Einengung der Wahrnehmung auf den Bildschirm isoliert zudem von der Gemeinschaft, vermindert die Häufigkeit gemeinsamer Aktivitäten und trägt so zur Isolierung und Vereinsamung bei. Mangelnde Fähigkeit zu dauerhaften menschlichen Bindungen werden u. a. hier grundgelegt. Außer gefährlichen unmoralischen Inhalten, zu denen das Internet leicht Zugang bietet, sind die Zeitverschwendung und die Spielsucht weitere Gefahrenquellen, auf welche die Schülerinnen aufmerksam gemacht werden müssen. 

Je mehr die neuen Medien die einzelnen Lebensbereiche „erobern“, umso wichtiger ist die Vermittlung von Medienkompetenz schon in frühen Jahren. Es geht nicht um Abschottung, aber um eine verantwortungsvolle Reglementierung. Deshalb begrenzen wir – zeitlich und inhaltlich – für die Schülerinnen den Zugang zu den Medien, sprechen mit Ihnen über die Gefahren und überprüfen immer wieder unser Medienkonzept entsprechend dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung.

Elke Zelter