Das tägliche Leben im St.-Theresien-Gymnasium wird umrahmt vom gemeinsamen Gebet. Der Tag beginnt mit dem Morgengebet in der Kirche oder der hl. Messe (Dienstag und Freitag Schulmesse, ansonsten freiwillig). So wird gleich zu Beginn der Tag unter den Schutz des lieben Gottes gestellt und alles Tun und Bemühen Ihm anempfohlen. Durch das Erwecken der guten Meinung wird der Tag geheiligt. 

Zu Beginn der ersten Unterrichtsstunde wird in jeder Klasse der Heilige Geist angerufen, um die schulische Arbeit unter Seinen besonderen Schutz zu stellen: "Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen".

Morgens, mittags (um 12 Uhr) und abends wird dann gemeinsam der „Engel des Herrn“ gebetet, um das Geheimnis der Menschwerdung Christi zu ehren und unserer Erlösung zu gedenken.

Da die allerseligste Jungfrau 1917 in Fatima ausdrücklich zum täglichen Rosenkranzgebet aufgefordert hat, beten wir jeden Tag um 18.00 Uhr den Rosenkranz. Drei Rosenkranzgesätze werden gemeinsam für die Anliegen der Schule und unserer Wohltäter gebetet, zwei Gesätze können auf freiwilliger Basis gebetet werden. Des Öfteren wird auch ein Gesätz in deutscher, französischer oder lateinischer Sprache gesungen. So sollen das Beten und Betrachten des Rosenkranzes zu einer lieben Gewohnheit und einem vertrauten Umgang mit Jesus und Maria werden.

Das Abendgebet mit Gewissenserforschung oder das kirchliche Gebet der Komplet beschließt den Tag. Es führt die Seelen der Mädchen wieder zu Gott, indem durch die Selbstbesinnung über den vergangenen Tag in der Gewissenserforschung das Streben der Seelen durch Reue und Vorsatz wiederum auf Gott ausgerichtet wird. Es lässt die Kinder auch danken für die erhaltenen Gnaden des Tages und legt alle Sorgen erneut in die Hände Gottes. 

Das regelmäßige Abendwort mit kleinen Episoden aus Kirche und Welt gibt zusätzlich Anregungen, das persönliche Leben auf Gott auszurichten.

Zwei Mal pro Woche wird der Rosenkranz mit einer Sakramentsandacht verbunden. Im Mai gibt es dazu Maiandachten, in der Fastenzeit wird der Kreuzweg gebetet.

So ist der ganze Tag in Schule und Internat eingebettet in eine religiöse Atmosphäre, die auch durch die Nähe des Tabernakels an die Gegenwart Gottes und das Leben mit Ihm denken lässt und alles immer mehr auf Ihn ausrichtet: im Urteilen, Denken, Reden und Handeln.

Sr. Agnes Maria Hostnik