05.05.16

Zwei Tage Umweltbildung mit der Biologischen Station Eitorf

Am Mittwoch, den 20. 5., starteten die beiden Projekttage zum Thema „Obstwiese“ für die Klassen 5 bis 7. Zu Unterrichtsbeginn trafen wir uns mit guter Laune und festem Schuhwerk hinter der Kirche und warteten auf die Biologin, Frau Scherz, und ihre Kollegen von der Biologischen Station Eitorf. Frau Scherz erklärte uns den Ablauf des Vormittags und teilte uns in drei Gruppen ein, die einen Ablaufplan bekamen.

Bei einer Station erklärte uns Schäfer Peter alles über Schafe. Er schenkte uns Wolle, die zum Teil Wunden heilen kann und außerdem gut für die Haut ist, denn wenn man mit ihr das Gesicht reibt, wird es ganz weich.

An einer anderen Station informierte uns ein Mann über Bäume: Welche Sorten es gibt, was der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigstämmen ist, was eine Streuobstwiese ist und wie man Bäume veredelt. Am Schluss durften wir dabei mit Sägen, Laubscheren und einer Heckenschere sogar selbst Bäume beschneiden.

Bei Frau Scherz bearbeiteten wir das Thema Wildkräuter, die in großen Mengen auf der Streuobstwiese wachsen. Sie erklärte, welche Kräuter es gibt und was man mit ihnen tun kann. Beispielsweise erklärte sie uns, weshalb Brennnesseln stechen und wie man sie behandeln muss, damit man nicht gestochen wird. Jede Gruppe sammelte andere Wildkräuter wie Brennnesseln, Wiesenschaumkraut, Scharbockskraut und Löwenzahn. Am Schluss haben wir dann daraus einen Kräuterquark zubereitet und ihn mit frischen Brötchen gegessen. Den meisten hat es sehr gut geschmeckt!

Auch den Donnerstag verbrachten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein auf unserer Obstwiese. Diesmal hatte der Schäfer zwei Schafe, Treue Socke und Charlotte, und ihre Babys, Leon und Jojo, mitgebracht. Es war so schön! Wir durften ihnen die Nägel schneiden und ihnen eine Wurmkur verabreichen, die beiden Lämmer haben außerdem ihre Marken ins Ohr gedrückt bekommen.

Bei der Baumstation mit Stephan und Alex haben wir zwei Birnbäume und einen Apfelbaum gepflanzt, natürlich alte Sorten, wie sie hier in der Gegend schon seit langem üblich sind. Dabei haben wir erfahren, was man alles beachten muss, damit diese jungen Bäume gut wachsen und nicht von kleinen Tieren beschädigt werden.

Bienen und Honig standen im Mittelpunkt bei der dritten Station. Der Imker hatte uns einen Bienenstock mitgebracht und sehr viel Interessantes über die Bienen erzählt. Es ist erstaunlich: Um ein Glas mit Honig zu füllen, müssen die Bienen ungefähr 150.000 Kilometer fliegen, also etwa dreimal die Welt umrunden. Da eine Biene in ihrem Leben ungefähr achttausend Kilometer zurücklegen kann, ist es eine ganze Schar, die für ein Glas Honig in der Luft unterwegs ist. Es sind etwa fünf Millionen Blüten, die von den Bienen besucht werden, um ein Honigglas zu füllen. Insgesamt verbringen sie hierfür etwa 12.000 Stunden mit dem Sammeln des Nektars  und seiner Weiterverarbeitung. Wir durften den Honig natürlich auch probieren – wenn man weiß, was hinter dem Brotaufstrich steckt, isst man ihn mit einem ganz anderen Bewusstsein.

Nach dem Mittagessen erzählten wir den anderen Schülerinnen, den Erzieherinnen und Lehrern, die gekommen waren, vieles, was wir in den vergangenen Tagen erfahren hatten. Stolz zeigten wir ihnen auch die selbst gepflanzten Bäume. Nach einem Gruppenfoto bedankten wir uns bei dem Team der Biologischen Station Eitorf, die uns so interessante und abwechslungsreiche Tage bereitet haben und uns alle für die Streuobstwiese begeistern konnten. (Klasse 6)