13.06.16

Abiturfeier 2016

Mit einem festlich gestalteten Tag verabschiedete das St.-Theresien-Gymnasium am 4. Juni 2016 sieben erfolgreiche Abiturientinnen von der Schule.

 

Am Beginn des feierlichen Tages stand das levitierte Hochamt mit dem Proprium vom Fest Maria Hilfe der Christen (Scholaleitung: Mirjam Holzer). Sehr heiter und beschwingt sang der Theresienchor (Leitung: Dr. Johannes Laas) Mozarts Missa brevis B-Dur KV 275 und u. a. mit „O Maria, totus tuus sum“ ein Lied, das die Abiturientinnen von ihrer Romfahrt mitgebracht hatten. Pater Vogt, der Spiritual der Schule und langjähriger Religionslehrer der Schülerinnen, ging in seiner Predigt persönlich auf die Abiturientinnen ein. Dazu legte er das Gebet des hl. Bruder Klaus sehr passend auf deren nun beginnenden Lebensabschnitt aus.  

Beim gelungenen Mittagessen gab es reichlich Gelegenheit zum Austausch zwischen ehemaligen und aktuellen Schülerinnen und Lehrern, Eltern, Bekannten, Freunden und Wohltätern. Danach begab man sich in die Aula zum Festakt, wo die Rektorin Sr. Maria Michaela die Anwesenden begrüßte, insbesondere den Distriktoberen sowie Vertreter der Politik aus Kreis und Gemeinde.

Der folgende Festakt zeigte eine bunte Palette an Beiträgen und Reden: Das Orchester (Leitung: Barbara Kötting) spielte Griegs malerische „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt Suite. Bürgermeister Mario Loskill brachte einmal mehr seine Wertschätzung der Schule zum Ausdruck, gratulierte den jungen Damen, die er vor kurzem noch bei sich empfangen hatte, und wünschte ihnen Vertrauen auf Gott und für die Zukunft alles Gute. Auch Notburga Winkler, die stellvertretende Landrätin, ließ es sich nicht nehmen, den Abiturientinnen auf herzliche Weise zu gratulieren und ihnen ein Geschenk zu überreichen.

Im Anschluss an das Singen der Nationalhymnen der Herkunftsländer der Abiturientinnen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden stellten zwei Schülerinnen der 6. Klasse auf berührende Weise die Szene mit dem Fuchs aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry dar. Sr. Maria Michaela ging in ihrer anschließenden Abiturrede auf dieses Gespräch zwischen Fuchs und kleinem Prinz ein. Der Fuchs erklärte, dass man das Wesentliche nur mit dem Herzen sehen könne. Man sei verantwortlich für das, was man sich vertraut gemacht habe. Die Rektorin verwies dann auf die Notwendigkeit der Herzensbildung. Sie beschrieb die verschiedenen Wesenselemente, die zur Entfaltung einer Herzensbildung eingeübt werden müssen: Innerlichkeit, Demut,  Respekt, Dankbarkeit, Treue, Reinheit und auch Humor, die „aus-zu-bilden“ man ein ganzes Leben brauche.

Schülerinnen des 11. Jahrgangs sangen Lieder, die sich die Abiturientinnen fast schon traditionell gewünscht hatten: „Wir hatten eine gute Zeit“ von den Wise Guys und das „Geleitlied“ auf einen Text von Mörike, komponiert von unserem Musiklehrer Dr. Peter Wessel.

Nun konnte der Höhepunkt des Festaktes, die Übergabe der Reifezeugnisse kommen. Zunächst legte der Schulleiter Dr. Johannes Laas in einer Ansprache dar, welche Aussagekraft das Abiturzeugnis im Hinblick auf ihre Leistungen habe. Leistung sei nur eingeschränkt in der Auflistung von Noten ersichtlich ist. So sei am Tag der Überreichung der Reifezeugnisse auch auf die Persönlichkeitsbildung hinzuweisen, die das wesentliche Ziel der katholischen Schule sei.

Der Theresienchor sang dann, sozusagen zum Abschied seiner ehemaligen Mitglieder, „Over the Rainbow“ von E. Y. Harburg.

Die Überreichung der Reifezeugnisse gestaltete der Schulleiter wieder sehr persönlich und erfrischend.  Dann richtete Franziska Friedrichs als Abiturientensprecherin das Wort an die Gäste. Mit viel Humor ließ sie das Leben ihres Jahrgangs mit ihren Hochs und einigen Tiefs Revue passieren. Sie dankte aber auch allen, die zum Gelingen dieser Schulzeit beigetragen hatten.

Nachdem auch die „Schönenberger Spatzen“ aus den Klassen 5–7 ihren Großen ein Abschiedslied gesungen hatten, dankten Herr Winkler und Frau Dr. Ueberhorst im Namen der Eltern allen, die sich in irgendeiner Weise in den vergangenen Jahren um das seelische, körperliche oder geistige Wohl ihrer Töchter gekümmert haben. Herzerfrischend waren dann die lustigen Verse, die die Sextanerinnen vortrugen, mit denen sie den Scheidenden Glückwünsche und Tipps für ihre Zukunft aussprachen.

Das „Geleitslied“ von Felix Mendelsohn Bartholdy beschloss traditionell die gelungene Feier, die noch bei Kaffee und Kuchen nachklingen konnte.