23.05.18

Am 10. Mai war gegen alle Vorhersagen schönes Wetter. Die ganze Schule war schon am Morgen fröhlich-aufgeregt, denn viele Gäste wurden zum Schulfest erwartet.
Das Hochamt begann mit einem feierlichen Einzug der Schülerinnen von der 5. bis zur 7. Klasse. Pater Vogt predigte, dass man sich an Christi Himmelfahrt ebenso freuen solle wie an Ostern, denn heute würde man ja Jesu Einzug in den Himmel und Seinen dauerhaften Triumph feiern. Der Theresienchor sang sehr feierlich die Augustini-Messe von Peter Griesbacher. Den Abschluss des Festhochamtes bildete, von Chor und Orchester begleitet, das „Großer Gott wir loben dich“. Auch der Blumenschmuck, den viele Gäste bewunderten, trug dazu bei, dass mancher sich schon ein bisschen wie im Himmel fühlen durfte.
Nach einem Aperitif vor der Kirche trafen sich alle für ein gutes Mittagessen, das die Küche sehr lecker gekocht hatte.
Der nächste Programmpunkt war der Festakt. Schwester M. Michaela begrüßte zunächst die Gäste und stellte dann das neue Nachwuchsorchester vor, das im Anschluss einen Satz aus dem „Herbst“ der „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi spielte. Mit zwei kurzen, sehr überzeugend dargebotenen  Fabelszenen und Liedern stellten sich dann erstmals die Mädchen und Jungen der Grundschule St. Albert in Bröleck vor. Im Anschluss sprach der Schulleiter, Dr. Johannes Laas, mit aktuellem Bezug über das „Lernen unter dem Kreuz“ und erklärte, weshalb am St.-Theresien-Gymnasium in jedem Raum ein Kreuz hängt. In den übrigen Beiträgen unterhielten die Schülerinnen ihre Gäste mit amüsanten Gedichten und schönen Musikstücken. Zum Abschluss sangen der Theresienchor zusammen mit dem Unterstufenchor Teile aus dem Musical über die Trapp-Familie, „The Sound of Music“. Es war schön, dass (fast) die ganze Schülerschar wieder einmal zusammen auftrat.
Am Nachmittag spielte der 10. Jahrgang in diesem Jahr ein Theaterstück des spanischen Autors Pedro Calderón de la Barca. In „Dame Kobold“ ging es darum, dass die jungen Witwe Dona Angela (Sophia S.) von ihren Brüdern fast wie gefangen halten. Zusammen mit ihrer Zofe (Franziska B.) kann sie sich dennoch manchmal hinausschleichen und verkleidet an Festen teilnehmen. Einmal wird sie dabei beinahe von ihrem Bruder Don Louis (Rita-Maria G.) entdeckt, der ihr durch die Straßen Madrids folgt, bis sie ein junger Edelmann, Don Manuel (Margaretha R.), aus dieser Situation rettet.  Dieser wird aber schließlich von Don Louis als Gast aufgenommen. Durch ihre Zofe erfährt Dona Angela gegen den Willen ihres Bruders vom Aufenthalt ihres Retters in ihrem Nachbarzimmer, das durch eine geheime Schranktür mit ihrem verbunden ist. Diese Tatsache ermöglicht es, dass Dona Angela zusammen mit ihrer Don Manuel einige Streiche spielt, sodass dessen Diener (Christina B.) glaubt, ein Kobold sei hier am Werk. Am Ende löst sich das Versteckspiel nach Komödienart in Wohlgefallen auf und jedem der Beteiligten wird sein Herzenswusch erfüllt. Der große Einsatz der Schauspielerinnen und ihrer Regisseurin, Schwester M. Michaela, wurde mit einem begeisterten Applaus belohnt. 
Das gemeinsame Abendessen und eine feierliche Sakramentsandacht beendeten den schönen Festtag.

Ein Bericht der 6. Klasse