10.07.18

Hymne, Hitze und Hamburger beim diesjährigen Sportfest

Während der Fahrt zum Sportplatz in Ruppichteroth spürten schon viele unserer Mitschülerinnen nervöses Herzflattern. Bei den meisten hatte in den letzten Wochen nämlich schon die Bequemlichkeit gesiegt und das ernsthafte Training, wenn überhaupt, erst kurz davor begonnen … Zum Glück waren alle Klassenarbeiten schon geschrieben und die Noten mehr oder weniger gesichert. Zwischen uns und den Sommerferien lag nur noch dieser eine wesentliche Tag! So war die für den Sport notwendige Energie zumindest teilweise noch vorhanden. Wie immer begann diese Veranstaltung mit einem kurzen Morgengebet und einer salbungsvollen Ansprache unseres Schulleiters, Herrn Dr. Laas, in der natürlich Bezug auf die momentan stattfindende Fußballweltmeisterschaft genommen wurde. Anschließend wurde die deutsche Nationalhymne gesungen, und dann hieß es: „Lasset die Spiele beginnen!“

Die verschiedenen Wettkämpfe wurden klassenweise absolviert. Dabei gab es dieses Jahr eine Neuheit: Die Grundschule St. Albert in Bröleck beging mit uns diesen denkwürdigen Tag und schickte auch ihre Jungen auf die Rennbahn. Die Bundesjugendspiele im Bereich der Leichtathletik umfassen die Disziplinen Sprint, Ausdauerlauf, Wurf und Sprung. Einige etwas Verzweifelte unter den Schülerinnen entdeckten sogar das Kleingedruckte, Graue ganz unten in der Ecke des Informationspapiers, das besagte, dass bei besonders heißen Temperaturen die Ausdauerläufe ausfielen. Die logische Konsequenz aus dieser Entdeckung war, dass besonders viele Stoßgebete zu Himmel geschickt wurden, mit der Bitte um besonders gutes Wetter mit Temperaturen über 35° C. Doch dieses Flehen einiger wurde nicht erfüllt, denn es herrschte perfektes Sportwetter: Warme Temperaturen mit einer leichten Brise, aber bewölkt, wobei es im Laufe des Vormittags aufklarte. Gute Voraussetzungen für sportliche Höchstleistungen! Psychische und physische Unterstützung gab es in Form von Betreuern, bei den Grundschulkindern war noch manche Mutter anwesend, und anhand einiger Kalorien in Form von Schokoriegeln und Traubenzucker. Gegen Mittag war alles ohne schwerwiegende Blessuren oder sonstige Schäden überlebt und überstanden. Wir hatten vergessen zu erwähnen, dass das Mittagessen noch ein zusätzlicher Antrieb war, denn unsere Küchenfeen hatten traditionell Hamburger vorbereitet.

Zur allgemeinen Erholung des geschundenen Körpers war der Nachmittag von den Erzieherinnen klugerweise freigehalten worden. Nur die Pfadfinder hatten noch ihre Abschlussfeier am Abend mit Würstchen und Stockbrot am Lagerfeuer. Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren!

H. Bitsche (Klasse 9), K. Hombach (Klasse 8)