06.05.19

Der Mesokosmos Wald

Am  10. 4. 2019 fuhren wir, die 6. Klasse, zusammen mit unserer Erzieherin Elisabeth M., unserer Nawilehrerin Frau Weiffen und unserer Klassenlehrerin nach Schreckenberg, einem kleinen Weiler hinter dem Ortsteil Winterscheid. Dort erwartete uns Graf Max von Nesselrode mit seinem Hund Nando. Wir fuhren noch ein Stückchen in den Wald hinein und gingen dann zu einem „Waldkindergarten“, einer Schneise, die der Sturms geschlagen hat und in der nun viele kleine Bäume wachsen. Dort erzählte uns der Graf von der Bedeutung dieser Kinderstube und was man tun muss, dass es in Zukunft dort einen gut funktionierenden Wald gibt. Er zeigte, welche Bäume und andere Pflanzen auf einer solchen Fläche bevorzugt wachsen. Außerdem erklärte er uns etwas über die Besitzstrukturen des Waldes. Wir lernten auch, dass der Wald für einen Temperaturausgleich sorgt, Sauerstoff liefert, unser Wasser reinigt, Heimat für viele Tiere und Pflanzen bietet und wir außerdem Holz für verschiedene Zwecke verwenden können.

Anhand der kleinen Eichenkeimlinge, die wir am Boden fanden, konnten wir den Anfängen des Lebens dieser großen Bäume nachspüren. Dabei wurde uns bewusst, wie viele Zusammenhänge es in der Natur gibt, die man bewundern und schützen sollte.

Wir fuhren noch zu einer anderen Stelle, an der wir zuallererst untersuchen sollten, welche verschiedenen Pflanzen wir auf einer bestimmten Fläche finden könnten. Dabei wiederholte der Graf mit uns die Unterscheidung verschiedener Baumarten. An diesem Platz sahen wir die Anpflanzung von jungen Tannen, die mit kleinen Zäunen umgeben waren. Wir konnten sehen, dass man diese kleinen Bäume mit besonderem Schutz umgeben muss, um in einigen Jahren oder Jahrzehnten gute, gesunde Bäume zu haben. Graf Max von Nesselrode zeigte uns auch größere, mittelalte Tannen, die er schon vor einigen Jahren gepflanzt hatte und erklärte, dass es wichtig sei, dass man Bäume verschiedener Generationen in seinem Wald haben sollte. Das machte uns deutlich, dass Förster die aktuelle Umwelt sehr genau beobachten müssen, um sinnvoll zu arbeiten und dass sie schon jetzt für eine gute Zukunft arbeiten.

Zurück an unserem Ausgangsort wurde uns noch deutlich, dass auch der Jäger einen Platz in dem Gefüge des Waldes hat, auch wenn wir diese Aufgabe nicht so schön fanden. Wenn man ein bisschen versteht, wie ein Baum funktioniert und wächst, wie er Sauerstoff produziert und Heimat oder Nahrung für andere Tiere und Pflanzen ist, sieht man, dass wir Menschen mit dem, was wir herstellen können, eigentlich sehr klein sind.

Die Zeit war viel zu schnell vergangen und wir mussten uns von Graf von Nesselrode verabschieden, der uns in der kurzen Zeit so viel Interessantes erzählt hat und der uns am Schluss darauf hinwies, dass wir selbst denken und genau beobachten sollen, um dann mit unseren Fähigkeiten unseren Beitrag zu einer guten Zukunft leisten zu können. (Salome B., Klasse 6)