15.11.20

Aufbau statt Abbau: Zur Gründung der "Kultur-AG"

In dieser Zeit der Corona-Pandemie und der staatlichen Verordnungen zu ihrer Eindämmung leidet auch das St.-Theresien-Gymnasium unter Einschränkungen.

Schmerzlich erleben wir vor allem das Ausfallen von Feiern und Festen oder deren Reduktion auf den kleineren Kreis der „geschlossenen Hausgemeinschaft“ des Internats. Innerhalb dessen sind die Auswirkungen immerhin nicht so stark spürbar. Aber das Verbot des Singens im Unterricht und die weitgehende Einstellung der Arbeit des Theresienchores reißen doch schmerzliche Lücken in das Gemeinschaftsleben und die musische Bildung.

Doch in Krisenzeiten gilt es, nicht nur auf immer neue Probleme mit weiteren Einschränkungen zu reagieren. Krisen bergen auch Chancen, Neues auszuprobieren und anzubieten. Was tun in Zeiten, in denen Auftritte des Theresienchors in weiter Ferne zu stehen scheinen, wo Ausflüge und Exkursionen, Theater- und Opernbesuche so gut wie unmöglich geworden sind?

Ein Alternativprogramm zum kulturellen Abbau bildet die neue „Kultur-AG“. Jeden Mittwoch treffen sich interessierte Schülerinnen zum Austausch über die Schätze unserer Kultur. Oper, Theater, Literatur, Konzert – unsere klassische Kultur ist so reich und vielfältig. Unter dem Motto „Nachdenken – Genießen – Diskutieren“ werden zeitlose Meisterwerke gehört, gelesen, gesehen, besprochen. Die Auswahl richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Beim ersten Treffen stand Shakespeares „Hamlet“ auf dem Programm. Weiter geht es im November mit Mozarts und Verdis „Requiem“, in der Adventszeit folgt u. a. Bachs „Weihnachtsoratorium“. Viele weitere Werke sollen folgen, wobei die Schülerinnen natürlich ihre Interessen einbringen können.

Die Kultur-AG ist offen für Schülerinnen des Theresienchors und weitere Interessierte der Jahrgänge 8 bis 12. (JL)