Unterricht bei Schwester Michaela

Schon auf Grund der Herkunft der Schülerinnen aus verschiedenen Ländern Europas sowie anderer Kontinente ist besonders auch das Fach Französisch, in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Kernlehrpläne, auf die Vermittlung interkultureller Handlungsfähigkeit ausgerichtet. Der Umgang mit der Lebenswirklichkeit, den kulturellen Zeugnissen sowie den gesellschaftlichen Strukturen der französischsprachigen Länder stellen hierbei das vorrangige Ziel dar. Zugleich verbinden sich unsere Schülerinnen mit der Muttersprache des Gründers der Priesterbruderschaft St. Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre.

Wie im Fach Englisch orientiert sich der Fremdsprachenerwerb in Französisch zudem am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GeR), was den Abiturientinnen den Zugang zu Hochschulen und in die Berufswelt erleichtert. Das Fach Französisch trägt so dazu bei, den Schülerinnen eine vertiefte Allgemeinbildung, Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung zu geben und sie in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung zu selbständigen Bürgern zu erziehen. Am St.-Theresien-Gymnasium wird das Fach Französisch im Wahlpflichtbereich ab der 8. Klasse für alle Schülerinnen als dritte Fremdsprache angeboten.

Fußend auf der Tatsache, dass nicht wenige unserer Schülerinnen aus einem französisch sprechenden Land kommen, und aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sieht das Fach Französisch seine Aufgabe besonders darin, deren individuelle Mehrsprachigkeitsprofile weiter zu entwickeln und ihre interkulturelle Handlungsfähigkeit auszubauen. Schließlich vertiefen die deutschen Schülerinnen ihre Französischkenntnisse durch Besuch ihrer französisch sprechenden Schulkameradinnen in deren Heimat.

Von der Fachschaft Französisch wird regelmäßig die Teilnahme besonders begabter Schülerinnen an den DELF- Prüfungen (Niveau B 2) vorbereitet und durchgeführt. Das Kürzel DELF steht für „Diplôme d‘Etudes de la Langue Française“ (Studiendiplom der französischen Sprache). Dieses Diplom ermöglicht es den Schülerinnen, an jeder Universität in Frankreich oder einem frankophonen Land zu studieren, ohne eine Sprachprüfung ablegen zu müssen. Auch stellt es eine gute weitere Qualifikation bei Bewerbungen aller Art dar. Solide Kenntnisse romanischer Sprachen sind ein großes Plus und erhöhen die Einstellungschancen. Im Jahr 2010 haben drei, 2012 fünf unserer Schülerinnen das Sprachdiplom jeweils sogar mit einer recht hohen Punktzahl von 80–90 von 100 zu erzielenden Punkten erworben. Auch im Jahr 2016 haben sich zwei Schülerinnen erfolgreich den DELF-Prüfungen unterzogen.

Angela Volkmann / Leocadie Nalenz (2016)