Kunst hautnah erleben

Veröffentlicht am: 02.04.2026|Lesezeit: 2 min|

Zwei Exkursionen unserer Schülerinnen

Im Frühjahr 2026 unternahmen mehrere Klassen unserer Schule besondere Exkursionen im Fach Kunst. Die Klassen 7 und 8 besuchten die Glaskünstlerin Gisela Luck in Buchholz im Westerwald, während die Klassen 9 und 10 nach Köln ins Wallraf–Richartz–Museum fuhren. Beide Ausflüge boten den Schülerinnen die Gelegenheit, Kunst nicht nur im Unterricht kennenzulernen, sondern unmittelbar zu erleben und teilweise auch selbst praktisch tätig zu werden.

Glaskunst hautnah: Besuch bei der Künstlerin Gisela Luck

Gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Frau Kleinespel fuhren die Klassen 7 und 8 nach Buchholz zu der Glaskünstlerin Gisela Luck. In ihrem liebevoll restaurierten Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert sind zahlreiche Glasbilder und -objekte ausgestellt, die nach der bekannten Tiffany-Technik gefertigt sind. Die Schülerinnen konnten dort kunstvolle Darstellungen von Landschaften, Blumen, Menschen und Tieren sowie dekorative Lampenschirme bewundern.

Nach einer Einführung in die Besonderheiten der Glaskunst erklärte Frau Luck anschaulich die verschiedenen Glasarten, Farbwirkungen und Arbeitsschritte. Anschließend durften die Schülerinnen selbst kreativ werden: Sie entwarfen kleine Motive, schnitten die Formen aus Glasplatten aus, umwickelten sie mit Kupferfolie und verlöteten die Teile. Besonders faszinierend war für viele die Wirkung der Farben im wechselnden Licht. Zum Abschluss erhielten die Schülerinnen kleine Glasbilder, die Frau Luck aus Reststücken gefertigt hatte.

Kunstgeschichte im Original: Exkursion nach Köln

Die Klassen 9 und 10 reisten mit Frau Kleinespel nach Köln, wo sie zunächst den Dom besichtigten und anschließend das Wallraf–Richartz–Museum besuchten. Die bedeutende Gemäldegalerie beherbergt eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei, besonders der Kölner Malschule, sowie bedeutende Werke vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und eine große Sammlung impressionistischer Kunst.

Nach einem ersten Rundgang durch die drei Etagen der Dauerausstellung erhielten die Schülerinnen eine kunsthistorische Führung durch eine Museumspädagogin. An ausgewählten Werken – darunter die berühmte Madonna im Rosenhag von Stefan Lochner – wurden Stil, Bildsprache und historische Zusammenhänge anschaulich erklärt. Die lebendige Darstellung und die beeindruckenden Originale hinterließen bei den Schülerinnen einen nachhaltigen Eindruck.

Beide Exkursionen zeigten auf unterschiedliche Weise, wie bereichernd unmittelbare Begegnungen mit Kunst sein können – sei es durch eigenes Gestalten oder durch das intensive Betrachten bedeutender Werke. (Anne Kleinespel/Red.)

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