Unser Internat

Unser Internat – Gelebtes weitergeben!

Wir können ohne Übertreibung sagen, dass unsere Internatsschule für Mädchen im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Wo findet es sich noch, dass die Anleitung zu einem religiösen Leben aus dem Reichtum des katholischen Glaubens die Form aller Erziehungsleistung bildet? Früher lag die Erziehung fast ausnahmslos in den Händen von Ordensleuten, heute müssen vielfach auch Laienkräfte miteinbezogen werden, was aber nicht unbedingt einen Qualitätsverlust der religiösen Erziehung bedeutet. Unsere Erfahrung zeigt, dass Erzieherinnen, die ihre Arbeit nicht nur als Beruf, sondern als Berufung verstehen, von Gott mit sehr schönen Früchten gesegnet werden.

Das Internat bietet viele Möglichkeiten, die Kinderherzen für die Tugenden der Gottes- und Nächstenliebe zu erwärmen! Interessante Lesungen über das Leben von Heiligen beim Frühstück geben den Kindern gute Beispiele und Gedanken mit in den Tag. Beim kurzen Abendwort in der Kapelle werden aus sinnreichen Geschichten und Gleichnissen Anwendungen gezogen, die Anleitung geben zu einem christlichen Umgang miteinander und die zur Charakterbildung beitragen.

Beim Zubettgehen geben die Erzieherinnen den Kindern ein Segenskreuzchen auf die Stirn, wie es zu Hause die Eltern tun würden. Auch ist der Abend die Zeit, wo Kinder besonders gern mit Fragen und Sorgen kommen, die sie beschäftigen. Welch eine aufbauende Erfahrung ist dann ein zuhörendes Ohr und ein verständnisvolles Wort! Noch vieles wäre zu nennen, was den Kindern in ihrem Internatsalltag hilft, auch ihre Freizeit sinnvoll und auf das Wesentliche ausgerichtet einzusetzen. Das A und O aller gelingenden Erziehungsarbeit, die an unserem Internat geleistet wird, ist aber das Vorbild der Erziehenden: Nicht nur Gelerntes, sondern Gelebtes weitergeben ist unser Anspruch.

Wohlwollen und Verständnis für die Heranwachsenden

Unser Team

Mutter Maria Johanna Heggenberger
Internatsleitung

Mirjam Holzer
Assistentin der Internatsleitung
und Erzieherin für die Jahrgänge 9, 10, 11, 12

Catherine Hennequin
Erzieherin für die Jahrgänge 5, 6, 7, 8

Sonja Jaumann
Erzieherin für die Jahrgänge 9, 10

Lucia Herrmann
Erzieherin für die Jahrgänge 5, 6, 7

Elke Zelter
Erzieherin für die Jahrgänge 11, 12

Elisabeth Müller 
Erzieherin für externen Schülerinnen

Dominique van den Nouwland
Erzieherin für die Jahrgänge 5, 6, 7

Pia Amshof
Erzieherin für die Jahrgänge 5, 6, 7

Carolin Magerl
Erzieherin für die Jahrgänge 5, 6, 7

Selbständigkeit fördern – Eigenverantwortlichkeit entwickeln

Zeugnis eines Elternvertreters

Für Eltern ist es meist schmerzhaft, ihr Kind in ein Internat zu geben. Auch für das Kind kann das Internat eine große Herausforderung darstellen. Aus der Internatserfahrung als Schüler und Vater ist es mir dennoch ein Anliegen, den Mehrwert eines Internats wie das des St.-Theresien-Gymnasiums hervorzuheben. Festzuhalten ist zunächst: Das Kind soll sich freiwillig – nicht erzwungen – für das Internat entscheiden. Die Schnuppertage helfen da sehr zur Entscheidungsfindung.

Das Leben in einer größeren Gemeinschaft unter Gleichgesinnten bietet viele Möglichkeiten für eine ganzheitliche Bildung, die über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Persönliche Talente können in Verbindung mit zahlreichen Angeboten besonders gefördert werden. Ab dem Jugendalter kann ein Internat die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in den nachfolgenden Bereichen außerordentlich unterstützen:

Selbstkompetenz

Der Internatsalltag bietet einen sehr guten Rahmen zur Entfaltung von natürlichen Tugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Ordnung. Das Kind lernt sich selbst zu organisieren, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Unter Anleitung der Erzieherinnen kann es den sinnvollen Umgang mit „Freiheiten“ einüben und zunehmend mehr Eigenverantwortung übernehmen.

Sozialkompetenz

Entwicklungspsychologisch orientiert sich das Kind ab Beginn der Jugend mehr an Gleichaltrigen und Bezugspersonen außerhalb der Familie. Das Internat bietet eine recht große Gewähr, gute, gleichgesinnte Kameraden zu haben und Erwachsene als Ansprechpartner, die sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Eltern bewusst sind. Wo gibt es das heute sonst noch? Im Rahmen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens schließen die Schülerinnen prägende Freundschaften, die oft lebenslange Beständigkeit haben. Es sind Freundschaften in einem katholischen Umfeld, die für das künftige Leben oft sehr wichtig sein werden für die Beständigkeit in der christlichen Lebensführung und der Treue zum Glauben und damit für das Seelenheil. Das reine Mädcheninternat unterstützt den Reifeprozess zur Frau, ausgerichtet auf deren spezifische Eigenschaften und Bedürfnisse. Das Sich-Behaupten in der Gruppe fördert die Konfliktfähigkeit und den selbstsicheren Umgang mit anderen.

Sachkompetenz

Die gemeinsame sehr vielseitige Freizeitgestaltung, gerade auch am Wochenende, ermöglicht die Entfaltung von Interessen und Talenten, die für das spätere Leben ein Gewinn sind: Hauswirtschaft und Kochen, Musik und Gesang, Kunst und Sport stehen da regelmäßig auf dem Programm wählbarer Angebote. Die liturgische und religiöse Praxis wird in der Gemeinschaft als tragend und bereichernd für das Leben erfahren: in der sonntäglichen Schola, in Vesper und Komplet, bei Maiandachten, Anbetungsstunden, Einkehrtagen, Wallfahrten, Abendworten etc.

Bei all den Chancen, welche das Internat einem Kind bietet, ist ein grundlegendes Prinzip wichtig: Die Erziehungsverantwortung wird den Eltern nicht abgenommen, sondern sie wird unterstützt. Die Erzieherinnen sind im Auftrag der Eltern tätig, die sich mit dem pädagogischen Konzept des St.-Theresien-Gymnasiums identifizieren. Man zieht an einem Strang und ergänzt sich, um gemeinsam das Kindeswohl und die Kindesentwicklung nach Kräften bestmöglich zu fördern. Ich persönlich finde es interessant, dass die Beziehung zum Kind trotz reduzierter Kontakte besser und intensiver werden kann. Auf einem Portal für Internate wird dies so formuliert: „Versuchen Sie loszulassen. Sie werden mehr gewinnen, als Sie glauben.“ Diese Aussage kann ich so nur bestätigen.

E. B., ehemaliger Elternvertreter am St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg

Gott hat uns geschaffen, damit wir leben und geliebt werden.

Ordnung trägt das Leben

  • 6:45 Uhr Wecken durch eine Erzieherin, an Festen mit Musik. Ausnahmen: dienstags und freitags – für die Schulmesse um 6:35 Uhr wird schon um 6:00 Uhr geweckt.
  • 7:15 Uhr gemeinsames Morgengebet in der Kirche, anschl. das Frühstück mit Tischlektüre im gemeinsamen Speisesaal. Daran schließt sich der Hausputz an.
  • 8:15 Uhr Beginn des Schulunterrichts. In den großen Pausen haben die Schülerinnen die Möglichkeit, etwas zu trinken und zu essen. Den Imbiss stellt die Internatsküche.
  • 13:30 Uhr der Vormittags-Unterricht ist beendet: Das Mittagessen ist gerichtet.

In der Mittagspause gibt es die Möglichkeit, miteinander draußen zu spielen, spazieren zu gehen, in der Prokura Einkäufe zu machen, mit den Erzieherinnen zu reden, zu spielen, Instrumente zu üben und vieles anderes mehr.

  • 14:45 Uhr bis 16:15 Uhr je nach Tag und Altersstufe findet der Nachmittagsunterricht statt, danach wird ein Imbiss angeboten.
  • 16:45 Uhr beginnt für die Klassen 5 bis 9 das Hausaufgaben-Silentium in den jeweiligen Klassenräumen: Je eine Erzieherin beaufsichtigt und sorgt für eine ruhige Arbeitsatmosphäre, hilft und erklärt, wo nötig.
  • 18 Uhr Rosenkranz in der Kirche (außer sonntags und donnerstags: Sakramentsandacht), dann wird zu Abend gegessen.
  • Die Abendfreizeit ist altersentsprechend gestaffelt und kann auch zum Telefonieren genutzt werden.
  • 20 Uhr / 20:15 Uhr treffen sich die einzelnen Stufen zum Abendgebet bzw. zur gesungenen Komplet in der Hauskapelle und begeben sich dann in ihre Wohnbereiche. Die Zubettgehzeit für die Unterstufe variiert altersgemäß.

Der regelmäßige Tagesablauf sichert ein ruhiges, konzentriertes Arbeiten für die Schule und gibt zugleich genügend Freiraum, um in Gemeinschaft oder für sich den verschiedensten persönlichen Interessen nachzugehen.

Zeit für Selbständigkeit

Die Freizeitgestaltung am St.-Theresien-Gymnasium verfolgt das Ziel, Selbstverantwortung und Selbständigkeit zu fördern. Dazu werden den Mädchen Zeiten zur eigenen Gestaltung gelassen, Hand in Hand mit vielfältigen Angeboten wie Basteln, Handarbeiten, Instrumentalunterricht, kulturelle Events und Sport. Auch für die Pflege von Hobbys darf Raum sein. Interessengruppen können sich zu Arbeitsgemeinschaften (AGs) zusammenschließen, die sich weitgehend selbst organisieren und kreativ sind.

In den Abendfreizeiten werden regelmäßig Kolloquien (Gesprächsrunden) angeboten. Hier werden Themen besprochen, die für Jugendliche wichtig sind, wie z. B. die verschiedenen Temperamente, die Auseinandersetzung mit aktuellen Gegenwartsfragen, Fragen zur Beziehung der Geschlechter und der Identitätsfindung als Frau. Zusätzliche Kulturangebote und Vortragsredner, die zu wichtigen Themen eingeladen werden, runden die Freizeit-Aktivitäten ab.