Verantwortung im digitalen Raum lernen

Veröffentlicht am: 27.02.2026|Lesezeit: 2 min|

Am 11. Februar 2026 fand an unserer Schule der diesjährige Medientag unter dem Leitgedanken „Neue Medien im Horizont von Kultur und Technik“ statt. Die Jahrgangsstufen 8 bis Q1 (12) setzten sich in Workshops und Vorträgen mit aktuellen Fragen rund um digitale Medien, Künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Verantwortung auseinander. Ziel des Tages war es, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen und ihre Urteilsfähigkeit im digitalen Raum zu stärken.

Algorithmen, Recherche und digitale Selbstverantwortung

Im Mittelpunkt vieler Einheiten stand die Frage, wie digitale Medien unser Denken und Handeln beeinflussen. In einem Workshop mit der Polizei für Klasse 8 ging es um Sicherheit im Netz, um Datenschutz, Cybermobbing und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Ernstfall. Des weiteren nahm sie das eigene Nutzungsverhalten kritisch in den Blick und fragten zugespitzt: „Wie werde ich am schnellsten handysüchtig?“ (Herr Dr. Laas)

Die Macht von Sprache und Medien wurde in Jahrgang 11 und 12 thematisiert: Wie formen Worte Wirklichkeit und wie beeinflussen Medien politische Meinungsbildung? (Herr Poblotzki/Frau Dr. Kirsch) Am Beispiel von Streaming-Diensten wie Spotify wurde den 10ern deutlich, wie Algorithmen Vorlieben mitsteuern und Entscheidungen vorbereiten (Herr Dr. Laas). Ergänzend dazu lernten die Schülerinnen der EF (11), Informationen im Internet kritisch zu prüfen – von der ersten Suchanfrage bis zur belastbaren Quelle (M. Marie-Angelico). Ein praxisnahes Excel-Training für die 9. Klasse verband Medienkompetenz zudem mit konkreten Anforderungen der ZP10 (Frau Zapp).

Künstliche Intelligenz kritisch hinterfragt

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz. Workshops wie „Achtung KI! – Was Canva alles kann – und was nicht“ (M. Ursula, Frau Gasterich), „Wie intelligent ist künstliche Intelligenz?“ (M. Julia-Maria) oder „Wenn Bilder lügen – KI-Bilder als historische Quelle?“ (Herr Dr. Hampel) verbanden praktische Erprobung mit grundsätzlichen Fragen nach Wahrheit und Verantwortung im Netz. Zu diesen gehörte auch die Frage: „Machen neue Medien dumm?“ (Herr Dr. Wessel)

Wesentlich für eine kritische Auseinandersetzung mit sozialen Medien ist für uns die Frage, von welchem Menschenbild aus man die Angebote betrachtet und beurteilt. Daher nahm P. Johannes Hager zum Schluss die oberen drei Jahrgänge mit in eine vertiefte, auch philosophische und religiöse Reflexion zum Thema „Die neuen Medien, das christliche Menschenbild und unser Bild der Frau“, die viel Anlass zum Weiterdenken bot.

Der Medientag 2026 machte deutlich: Digitale Kompetenz bedeutet nicht nur technisches Können, sondern vor allem reflektiertes Urteilen und verantwortliches Handeln als Katholik in einer zunehmend vernetzten Welt. (La)

Hinweis: Das Symbolbild wurde mit ChatGPT erstellt.

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