Ehemalige teilen Leidenschaft und Expertise

Veröffentlicht am: 09.06.2026|Lesezeit: 2 min|

Erstes Berufsforum am STG

Am 14. Mai 2026, dem Fest Christi Himmelfahrt, kehrten elf geladene Ehemalige an ihre „Schulwiege“, das St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg, zurück. Ziel dieses ersten Berufsforums war es, den aktuellen Schülerinnen authentische Einblicke in die moderne Arbeitswelt zu geben, die gelebte Realität verschiedenster Berufe zu skizzieren und mögliche Zukunftsperspektiven nach dem Abitur aufzuzeigen.

Vielfältige Lebenswege und die Suche nach der Berufung

Der Tag stand ganz im Zeichen einer alten Weisheit von Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“. Doch wie findet man diese Liebe zum Beruf? Eine Referentin aus der Verwaltungsbranche gab dazu einen entscheidenden Hinweis: Wahre Begeisterung und authentische Botschaften entstünden nur dann, wenn man sich voll und ganz mit den Zielen des eigenen Betriebs identifizieren könne – so wie sie selbst für ihre Arbeit im Bereich Fundraising brannte.

In den verschiedenen Klassenräumen entfaltete sich für die Schülerinnen ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Die vorgestellten Bereiche reichten von Medizin und Pflege über Verwaltung und Management bis hin zur Pädagogik und handwerklichen Berufen. Besonders lebendig wurde es beim Vortrag einer ehemaligen Schülerin über ihre Ausbildung zur Archivarin im Bayerischen Staatsarchiv. Sie räumte mit dem Vorurteil der „staubigen Akten“ auf und zeigte am Beispiel von Fritz Gerlich – einem Münchner Archivar und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus –, wie aktuell und bedeutsam die Verwaltung historischer Quellen sein kann.

Auch das praktische Talent kam nicht zu kurz: Während die gelernte Konditorin mit Kostproben ihrer Arbeit überzeugte, erläuterte eine Floristin, wie man mit Handgeschick und Sinn für Ästhetik das Leben in allen Situationen verschönern kann. Sogar die Welt der Zahlen wurde greifbar, als Steuerfachfrauen aufzeigten, wie man kompetent mit dem „Mammon der Welt“ umgeht und dabei anderen hilfreich zur Seite steht.

Hingabe und Werte: Arbeit als Dienst am Nächsten

Ein zentrales Thema des Forums war die innere Haltung, die über das rein Fachliche hinausgeht. Unter der Überschrift „Die Flamme“ berichteten die Referentinnen von den Werten, die ihnen in ihrem Alltag Kraft geben. Besonders im medizinischen Bereich wurde deutlich, dass echte Nächstenliebe und Selbstlosigkeit nötig sind, um Tag für Tag die eigene Energie am Krankenlager zu verschenken. Ähnliches berichteten die angehenden Pädagoginnen: Eine gute Lehrkraft benötige neben wissenschaftlicher Expertise vor allem die Liebe zum Lernenden – auch wenn dieser gerade keinen Lernwillen zeige.

Zudem wurde betont, dass Bildung ein lebenslanger Prozess ist. „Ihr könnt nie genug wissen“, gab eine Sprecherin aus der Pflege den Schülerinnen mit auf den Weg und verwies auf die notwendigen Fortbildungen, um den hohen Anforderungen in der Zusammenarbeit mit Ärzten gerecht zu werden. So endete ein inspirierender Tag, der den Schülerinnen zeigte, dass der Weg nach der Schule viele lohnende und sinnstiftende Ziele bereit hält. (MMH/Red)

Hinweis: Die Bilder wurden mithilfe von ChatGPT generiert.

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