„Vielfalt“ leben – Begegnungen im Alltag
Gegen Rassismus und Diskriminierung
Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus und Diskriminierung“ (16.–29. März 2026), die auch in der Gemeinde Ruppichteroth begangen werden, waren für das St.-Theresien-Gymnasium Schönenberg Anlass, einen Blick auf etwas zu richten, das unseren Schulalltag ganz selbstverständlich prägt: die Vielfalt unserer Schulgemeinschaft. Schülerinnen aus unterschiedlichen Ländern und Regionen, mit verschiedenen sprachlichen Hintergründen und kulturellen Lebenserfahrungen lernen und leben hier gemeinsam – im Unterricht ebenso wie im Internat.
An unserer kleinen Mädchenschule kommen derzeit Schülerinnen aus zehn Nationen zusammen. Viele unserer Schülerinnen bringen bereits eigene sprachliche Erfahrungen mit, die den Unterricht bereichern und den Blick über den eigenen Horizont hinaus weiten, sodass ein lebendiger Austausch entsteht, von dem die gesamte Schulgemeinschaft profitiert.
Gemeinsamkeit über Sprachen hinweg
Diese Vielfalt steht zugleich im Einklang mit der weltweiten Gemeinschaft der katholischen Kirche, die Menschen über Länder und Kulturen hinweg verbindet und in ihrer Universalität – die ein Charakteristikum des „Katholischen“ ist – ein Zeichen für gelebte Internationalität setzt. Diskriminierungsfrei wird bei uns auch die heilige Messe gefeiert, die immer in lateinischer Sprache gehalten wird und damit keiner Sprachgemeinschaft ganz gehört.
Wie lebendig (und lecker) diese Vielfalt sein kann, zeigt nicht nur unsere Backaktion zum letzten „Europatag“, wo die Schülerinnen Spezialitäten aus 20 Ländern präsentiert haben, sondern auch ein Blick auf unsere Partnerschule, die Grundschule St. Albert in Bröleck. Von dort gehen die meisten Mädchen nach der 4. Klasse zu uns über. In Bröleck wurde neulich im Kindergarten das bekannte Lied „Bruder Jakob“ gleich in mehreren Sprachen vorgetragen, darunter – neben Deutsch – in Niederländisch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Ukrainisch und Latein. Die verschiedenen Muttersprachen der Kinder und ihrer Familien sowie unsere lebendige Liturgiesprache wurden so ganz selbstverständlich Teil eines gemeinsamen Erlebnisses.
Solche Momente machen deutlich: Unterschiedliche Sprachen und kulturelle Hintergründe trennen nicht, sondern schaffen neue Verbindungen. Sie laden dazu ein, einander zuzuhören, voneinander zu lernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Offenheit als gelebter Schulalltag
Am St.-Theresien-Gymnasium gehört diese Haltung seit jeher zum Selbstverständnis. Die Schule legt großen Wert auf ein respektvolles Miteinander, in dem Offenheit und gegenseitige Wertschätzung gelebt werden. So werden die „Wochen gegen Rassismus und Diskriminierung“ weniger als einmalige oder außerordentliche Aktion verstanden, sondern vielmehr als bewusste Erinnerung daran, was den Schulalltag ohnehin prägt: eine Gemeinschaft, in der christlich gelebte Vielfalt als Bereicherung erlebt wird. (La)





